Dossier - Biodiversität
Biodiversitäts-Ziele: Schweiz ist nicht auf Kurs
Laut einem neuen Bericht des Bundes wird die Schweiz mit einem «Weiter wie bisher» ihre Ziele zur Sicherung der Biodiversität nicht erreichen. Das Hauptproblem bleibt die ungenügende Finanzierung der notwendigen Massnahmen. Die Politik muss endlich handeln!
Kiebitzschutz am Scheideweg
Der Kiebitz wird in der Schweiz seit 25 Jahren gezielt gefördert. Dieses grosse Engagement stoppte den dramatischen Rückgang der Art. Doch seit zehn Jahren stagniert der Brutbestand. Was braucht es jetzt, um dem Kiebitz eine Zukunft zu sichern? Ein BirdLife-Pilotprojekt geht neue Wege.
Ein Lebensnetz am Bodensee
Sielmanns Biotopverbünde Bodenseeregion. Was vor 22 Jahren in der Nähe des Bodensees mit der Anlage eines Weihers begann, hat sich zu einem der erfolgreichsten privaten Naturschutzprojekte in Deutschland entwickelt: Die Biotopverbünde der Heinz Sielmann Stiftung haben Vorbildcharakter. Auch für die Schweiz?
Massiver Biodiversitätsrückgang in Schweizer Wiesen
Forschende der Agroscope haben alte Feldaufnahmen aus den Jahren 1884 bis 1931 entdeckt. Dank diesen Daten können sie nun zeigen, wie stark die Biodiversität in den Wiesen und Weiden abgenommen hat.
Im Schatten des Waldes
Das Auerhuhn war einst in ganz Mitteleuropa zu Hause und auch hierzulande weit verbreitet – heute ist sein Balzgesang fast verstummt. Verdichtete Wälder und menschliche Störung gefährden den imposanten Überlebenskünstler stark. Doch es gibt auch Schutzprojekte, die Hoffnung wecken.
Im Schlamm für die Vielfalt
Mit den «Naturjuwelen plus» schafft der BirdLife-Verband in den kommenden Jahren neue wertvolle Lebensräume als Beitrag zur Ökologischen Infrastruktur. Die lokalen Aufwertungsprojekte sind das Herzstück der BirdLife-Kampagne «Räume für die Biodiversität» (2025–2029).
Beschleunigungserlass: kühlen Kopf bewahren
Der Beschleunigungserlass für den Ausbau der erneuerbaren Energien hat mit der ursprünglichen Vorlage nicht mehr viel gemeinsam. Das Parlament hat zahlreiche Gesetzesänderungen eingeführt. So darf etwa das Bundesgericht die 16 Wasserkraftwerke des Stromgesetzes nicht unabhängig prüfen.
Artenvielfalt dank Karpfen
Das Projekt «Karpfen pur Natur» lässt die jahrhundertealte Tradition der Teichwirtschaft im Rottal neu aufleben und fördert gleichzeitig die Natur. Seit 20 Jahren finden dank den Karpfen und ihren naturnahen Teichen seltene Pflanzen und bedrohte Tierarten hier wertvollen Lebensraum.
Naturperlen im Stich gelassen
Die Biotope von nationaler Bedeutung bilden das Rückgrat der Schweizer Natur und unterliegen klaren Vorschriften, was Schutz und Unterhalt betrifft. Nun ist der zweite Bericht zur Entwicklung dieser Biotope erschienen. Er zeigt: Es braucht deutlich mehr Anstrengungen, um die nationalen Naturperlen zu erhalten.
Dieser Alarm darf nicht ungehört bleiben!
Sie sind die Kronjuwelen der Schweizer Natur und beherbergen zahlreiche gefährdete Arten: die Biotope von nationaler Bedeutung. Doch der Fachbericht «Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz» der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL zeigt eine überwiegend negative Entwicklung bei Auen, Flach- und Hochmooren.
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