Naturschutzpolitik
Freie Fahrt für Frosch & Hase
Im Eigental (ZH) führt eine 3 km lange Strasse mitten durch national bedeutende Flachmoore und Amphibienbiotope. Dank BirdLife Zürich und Partner soll sie 2027 für Autos geschlossen werden – doch aktuell wird dies wieder in Frage gestellt. Der Fall zeigt, dass es in der politischen Arbeit oft einen langen Atem braucht, um Verbesserungen für die Natur zu bewirken.
Die Bevölkerung liebt die Natur – verkennt aber die Bedrohung
Eine repräsentative Umfrage zeigt: Die Bevölkerung der Schweiz liebt die Natur offensichtlich sehr. Warum schützen also Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unsere schöne Schweizer Natur nicht besser?
Beschleunigungserlass: kühlen Kopf bewahren
Der Beschleunigungserlass für den Ausbau der erneuerbaren Energien hat mit der ursprünglichen Vorlage nicht mehr viel gemeinsam. Das Parlament hat zahlreiche Gesetzesänderungen eingeführt. So darf etwa das Bundesgericht die 16 Wasserkraftwerke des Stromgesetzes nicht unabhängig prüfen.
Naturperlen im Stich gelassen
Die Biotope von nationaler Bedeutung bilden das Rückgrat der Schweizer Natur und unterliegen klaren Vorschriften, was Schutz und Unterhalt betrifft. Nun ist der zweite Bericht zur Entwicklung dieser Biotope erschienen. Er zeigt: Es braucht deutlich mehr Anstrengungen, um die nationalen Naturperlen zu erhalten.
Dieser Alarm darf nicht ungehört bleiben!
Sie sind die Kronjuwelen der Schweizer Natur und beherbergen zahlreiche gefährdete Arten: die Biotope von nationaler Bedeutung. Doch der Fachbericht «Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz» der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL zeigt eine überwiegend negative Entwicklung bei Auen, Flach- und Hochmooren.
Der Volkswille als Selbstbedienungs-Kiosk
Im Natur- und Umweltbereich wurde es in den letzten Jahren schon fast zu einer erschreckenden Gewohnheit, dass Abstimmungsversprechen gebrochen werden. Die Missachtung des Volkswillens schadet nicht nur dem Vertrauen in die Demokratie, sondern in vielen Fällen auch der Natur.
Dünen, Sümpfe, Pelikane
Albaniens bedrohte Vogelparadiese. Albanien hat eine beeindruckende Vielfalt an Naturschätzen vorzuweisen. In den Deltas der grossen Flüsse finden hunderttausende Vögel Nahrung und Brutplätze. Doch die Natur steht vielerorts zum Verkauf, und ihr Schutz ist eine zunehmende Herausforderung.
Biodiversität: Internationaler Vergleich entlarvt Peinlichkeit für die Schweiz
Der zweite Aktionsplan Biodiversität des Bundesrats fällt im internationalen Vergleich durch: Eine internationale Studie stuft ihn als den schlechtesten unter 22 untersuchten Plänen ein. Die Schweiz bleibt sogar hinter Entwicklungsländern zurück – ein fatales Signal für den Erhalt der Biodiversität.
Gemeinsam zum Erfolg
Schutz der wichtigsten globalen Vogelgebiete. Insgesamt 13 500 Gebiete gibt es global, die für die Vögel und die Biodiversität besonders wichtig sind: die Important Bird and Biodiversity Areas (IBAs). Doch auch diese Gebiete sind vor Bedrohungen nicht gefeit. Um sie zu bewahren, braucht es von BirdLife oft ein langjähriges Engagement. Einige Beispiele.
Beschleunigungserlass: Kommission des Ständerats macht auf Populismus
Umweltpolitik. Effiziente, also schnelle und qualitativ gute Verfahren zur Bewilligung von Projekten der Erneuerbaren Energien sind sehr im Interesse der Naturschutzorganisationen. Solche Verfahren fordert die Umweltallianz schon seit Jahren. Vor gut zwei Jahren haben wir nachgedoppelt und das Szenario «Sichere Schweizer Energieversorgung 2035» präsentiert. Es enthält realistische Vorschläge zur Beschleunigung der Bewilligungsverfahren. Die zuständige Ständeratskommission will nun jedoch im Beschleunigungserlass keinen dieser konstruktiven Vorschläge aufnehmen. Im Gegenteil: sie hat sich für einen Kahlschlag gegen den Rechtsstaat und die Natur entschieden.
Ökologische Infrastruktur: Der Grundstein ist gelegt
Die fünfjährige BirdLife-Kampagne «Ökologische Infrastruktur» von 2020 bis 2024 neigt sich dem Ende zu. Zeit für einen Rück- und Ausblick: Wo steht die Ökologische Infrastruktur in der Schweiz und wie muss es weiter gehen?
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